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--- neues Themenheft zu Harzer Geschichtsorte „Burgen & Schlösser“ (http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=2333)


Geschrieben von frank am 23.07.2019 um 14:05:

  neues Themenheft zu Harzer Geschichtsorte „Burgen & Schlösser“

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Neuigkeiten aus dem Harz.
Es gibt ein neues Themenheft zu Harzer Geschichtsorte „Burgen & Schlösser“. Da kann man wandern und gleichzeitig Burgen und Schlösser besuchen.
Das neue Themenheft der Harzer Wandernadel „Burgen & Schlösser“ gibt es zwar seit der Saisoneröffnung am 28.04.2019, aber die kompletten Kästen mit den beliebten Stempeln sind erst ab ca. Mitte August erwanderbar. Bislang können nur Stempel gesammelt werden, die auch bereits im Wanderpass zu finden sind.
Ich habe mir bereits ein solches Themenheft besorgt (Schutzgebühr 2,50 Euro). Es sind insgesamt 32 Geschichtsorte, zu denen beispielsweise Burg Falkenstein, Schloss Quedlinburg, Großes und kleines Schloss Blankenburg oder auch das Schloss in Wernigerode und die Wasserburg in Zilly gehören. Weiter sind auch Orte wie die Burgruine Anhalt, Erichsburg, Heinrichsburg oder auch das Kloster Huysburg sowie die Königspfalzen in Bodfeld und Derenburg in dem Heft vertreten, um nur einige zu nennen.
Und so sieht es aus.
Übrigens unten mittig sind das neue Themenabzeichen und daneben der „persönliche Reiseführer“ Heinrich I. zu sehen. Das bekommt man natürlich erst, wenn alle Geschichtsorte besucht und das durch je einen Stempel nachgewiesen werden kann.



Quelle: frank

Ich kann es kaum erwarten loszuwandern.
Gibt es denn noch weitere wanderfreudige Burgen- und Schlösserfreunde unter Euch??
Könnt hier im Forum gerne ein Feedback geben.
Vielen Dank.



Geschrieben von Mr. G am 24.07.2019 um 21:03:

 

Hallo Frank,

ich wandere sehr gerne, insbesondere zur Burgen. Das liest sich sehr gut.

Danke für den Tipp!

Grüße

Mario



Geschrieben von frank am 04.11.2019 um 11:27:

Ritter Erwanderung der Domburg im Hakel

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!


Der Anfang ist gemacht und das erste Ziel erwandert. Zur „Belohnung“ gab es das tolle Gefühl, die Luft innerhalb historischer Mauern zu „schnuppern“ und geschichtsträchtigen Boden unter den Füßen zu haben. Das kennen sicher viele von Euch. Außerdem gab es für mich den ersten Stempel in dem bereits oben gezeigten neuen Sammelheft.



Quelle: frank



Quelle: frank


Ein Foto mit der Schautafel und Stempelkasten sowie der Ruine im Hintergrund



Quelle: frank



Kurz zur Domburg.
Die Ruine der mittelalterlichen Niederungsburg im Hakel, ein Waldgebiet im sachsenanhaltinischen Landkreis Harz, bei schönem Wetter kann man den Brocken sehen, befindet sich in einem alten Reichsforst, der bereits als „saltus Hacul“ in einer Urkunde Ottos I. im Jahre 941 genannt wurde.
Genaueres weiß man nicht genau, zumindest was die Anfänge betrifft. Wo, eine der vielen „W-Fragen“ ist nun geklärt, aber wann genau und von wem die Domburg erbaut wurde, bleibt bisher ein „Geheimnis der Geschichte“.
Errichtet auf einer Anhöhe (244,5 Meter ü NN) und mit tiefen Wallgräben herum, war sie gut geschützt vor Angreifern.



Quelle: frank


Das Material aus den Gräben, zumeist Kalkstein (Muschelkalk) aus der Zeit des frühen Erdmittelalters (Trias), wurde gleich für den Bau der Burg genutzt. Gut zu sehen an der heute noch vorhandenen Schildmauer, die ca. 10 Meter hoch, 1 Meter dick und fast 30 Meter breit ist. Das vorhandene „Tor“ ist eher eine „Tür“ und genauso hoch und breit, „dass ein einzelner gepanzerter Reiter ohne abzusteigen in den Hof reiten konnte.“





Quelle: frank



Quelle: frank


Diese Schildmauer ist schon beeindruckend. Tritt man durch das „Hohe Tor“ guckt man erst mal ins Grüne.
Einige Mauerteile an den Ecken sind noch vorhanden und lassen die Ausmaße des Innenhofes der Kernburg als rechteckiges Kastell von etwa 30 x 30 Meter erkennen.



Quelle: frank


Die urkundliche Erwähnung fand erst 1310 statt, in der als Besitzer ein Ludolph von Knesebeck genannt wird. Dieses Adelsgeschlecht soll sein Unwesen als Raubritter „betrieben“ haben.
Die Burg lag günstig in der Nähe der alten Heer- und Handelsstraße zwischen Leipzig und Lüneburg.
Truppen des Bischofs Albert III. von Halberstadt sowie der Städte Quedlinburg, Halberstadt und Aschersleben belagerten 1367 die Burg und eroberten diese.
Danach wurde die Burg von den Bischöfen von Halberstadt häufig als Pfandobjekt verwendet.
Schon im 15. Jh. galt die Burg als verlassen.

Die beeindruckenden Reste sind noch heute gut zu sehen und jederzeit frei zugänglich.

Zum Schluss noch ein Foto von der Hofseite der Schildmauer, wo man die Löscher für die Balken erkennen und die einstige Raumhöhe erahnen kann.



Quelle: frank


Noch ein Blick im Tor stehend nach oben.



Quelle: frank


Sagen berichten von unermesslichen Schätzen auf der Domburg, von denen keiner weiß, ob es sie je gegeben hat oder wo sie eventuell, wenn einst vorhanden, geblieben sein könnten.

Eine Rekonstruktionszeichnung, die auch realistisch erscheint könnt Ihr hier sehen;

https://burgrekonstruktion.de/main.php?g2_itemId=2586


Mehr zur Geschichte gibt es hier;

http://www.burgen.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/burg-schloss/domburg-hakel.htm


Übrigens der „persönliche Reiseführer“ Heinrich I. war nicht auf der Burg und so begab ich mich alleine durch die Burgruine und dessen Gräben.


Gibt es denn inzwischen schon Besucher die ebenfalls auf der Domburg waren oder bereits einige der anderen Geschichtsorte aus dem Themenheft der Harzer Wandernadel „Burgen & Schlösser“ erwandert haben?
Immer her mit den Infos!

Vielen Dank.



Geschrieben von Mr. G am 19.12.2019 um 21:42:

 

Toller Beitrag, sehr interessante, weniger bekannte Ruine. Leider war ich noch nicht da.


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