Burgen und Schlösser
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Kreis Stendal Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Bitte um Beachtung:
Eine private Verwendung der von mir erstellten Fotos mit Angabe des Autors ist gestattet.
Bei einer Publizierung (z.B. im Internet) erbitte ich allerdings eine kurze Mitteilung.
Nicht immer ist ein Photoalbum mit angegeben, vorhanden sind aber immer reichlich Bilder von der jeweiligen Anlage.

wehrbauten[at]web.de (Das [at] bitte durch ein @ ersetzen = Spamschutz)

Eine gewerbliche Nutzung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Autors zulässig.

Alle von www.wehrbauten.de gemachten Photos
wurden meisst von öffentlich zugänglichen Punkten aus aufgenommen,
es sei denn mir wurde ausdrücklich der Zugang zum Gelände oder zum Gebäude gewährt.
In der sog. Friesenhaus-Entscheidung des Bundesgerichtshof wurde klargestellt,
dass dies kein Eingriff in die Rechte des Hauseigentümers
darstellt (BGH, Urt. v. 09.03.1989 - I ZR 54/87 = NJW 1989, 2251 = GRUR 1990, 390).
Auch Bedenken bezüglich Urheberrecht an der Abbildung des Gebäudes bestehen nicht,
da dieses nach § 64 UrhG siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers (i.d.R des Architekten) erlischt.


Wichtig:
Bitte denke beim Besuch der Burgen, Schlösser, Festungen oder anderer Bauten daran, dass einige Objekte in Privatbesitz sind.
Du alleine bestimmst mit deinem Verhalten ob auch in Zukunft diese Gebäude weiterhin besichtigt werden können.
Sollte dir der Zutritt verwehrt werden, respektiere bitte die Privatsphäre der Besitzer.




Rathaus Tangermünde
Ort: Markt 2, 39590 Tangermünde
Tel: +49 (0) 39322 - 42153
Besichtigung: Ja
Erhalten: Ja
Nutzung: Rathaus, Museum zur Stadtgeschichte
>Link<
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Die Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Havelberg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Die Stadtkirche St. Laurentius in der Insel- und Hansestadt Havelberg hatte ich im Rahmen der BUGA 2015 genauso besucht wie die bereits beschriebene Kirche St. Johannis in Brandenburg an der Havel. In beiden Kirchen war erstmals eine Blütenpracht von bisher noch nie dagewesenem Ausmaß zu sehen. Von Schnitt - über Balkonblumen bis zu kunstvollen Arrangements sowie vielseitigen Dekorationen konnte man bestaunen. Quasi nach dem Motto "vom Kirchenschiff zur Blumenhalle".

Zunächst möchte ich ein Foto der Stadtkirche St. Laurentius, das ich vom BUGA-City-Skyliner aus gemacht habe, einstellen. Sehr schön zu sehen aus der Vogelperspektive die zentrale Lage der Kirche auf der Altstadtinsel.



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Wieder zurück auf „festem Boden“ noch einige Fotos jenseits der Havel.



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Die nächsten Fotos zeigen die Kirche "oben" vom Domberg aus. Es wirkt auf den Betrachter, als würde die Kirche inmitten der Altstadt dem Dom St. Marien „zu Füßen liegen".



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Bevor wir uns der altehrwürdigen Kirche nähern, sie ist übrigens das älteste Gebäude auf der Insel, wie gewohnt einiges zur Geschichte.

- um 1300 (umstritten) entstand ein dreischiffiger Backsteinbau als gotische Hallenkirche

Die dendrochronologische Untersuchung eines Eichenbalkens im Dachstuhl des Altarraumes ergab immerhin ein Datum der Fällung um 1210!

- erste Erwähnung erfolgte 1340 anlässlich der Stiftung von Nebenaltären
- 1459 entstand die Tafel mit Kreuzigungsrelief neben dem Westportal
- 15. Jh. Bau des zweistöckigen Vorbaus mit der alten Türmerwohnung westlich am Kirchturm
- 1627 großer Brand auf der Stadtinsel verschonte fast nur die Kirche
- 1660 bekam der Turm seine weithin sichtbare Haube aus Kupfer (heute Schiefer)
- 17. Jh. entstanden an der Süd- und Nordseite des Chores Anbauten
- 1704 zerstörte ein Blitzschlag den Turmvorbau
- 1750 -1753 Setzungserscheinungen an Süd- und Westseite, Verstärkung der inneren und äußeren Strebepfeiler
- 1752 erneute Zerstörung des Turms, Dach, Orgel und Holzdecken durch Blitzschlag
- bis Ende des 18. Jh. wurde in der Altstadt hinter der Pfarrkirche der "Kirchplatz" als Begräbnisstätte genutzt ( auch „Am kleinen Kirchhof“)
- 1854 erhielt die Kirche nach Blitzschlägen, Bränden und Setzerscheinungen wegen des weichen Baugrundes ihr heutiges Aussehen
- 1895 erste Heizungsanlage ( 8 Gasöfen) in der Kirche, sie wurden 10 Jahre später durch eine Warmluftheizungsanlage ersetzt
- die alten Bronzeglocken gingen leider in den Weltkriegen verloren
- 1956 neue Glocken eingebaut
- 1970 Ausmalung des Kircheninneren
- Dach- und Dachstuhlsanierung von 1985 - 1991
- 1989 Dachdecker entdeckten bei Reparaturarbeiten die relativ gut erhaltene Holzdecke im Dachstuhl des Chorraumes


So, also nähern wir uns der alten Stadtkirche!

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18.12.2015 19:07 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Dom zu Havelberg (BUGA 2015) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Havelberg liegt in Sachsen-Anhalt im Landkreis Stendal und so passen dieser und die zum Dom folgenden Beiträge eigentlich hierher (Burgen und Schlösser » Kirchen & Klöster + sehenswerte Gebäude » Deutschland » Sachsen-Anhalt » Kreis Stendal). Leider bin ich für diesen Ordner gesperrt, bzw. habe keinen Zugriff!

verwirrt verwirrt Kann Raoul sicher dorthin verschieben, so wie die anderen kirchlichen Bauten von Ute und mir. Freude

Beginnen möchte ich meine Aufarbeitung der Ausflüge 2015 mit der stattgefundenen BUGA 2015 unter anderem in Havelberg. Zu meinen Besichtigungen in Brandenburg an der Havel mit der ehemaligen Franziskanerkirche St. Johannis (Bericht in Brandenburg) konnte ich mich bereits ausgiebig „auslassen“.

Der Dom in Havelberg lag als einziger Veranstaltungsort der BUGA 2015 nicht in Brandenburg, sondern in Sachsen-Anhalt. Immer entlang der Havel, dem blauen Band.

Das eine Foto, das ich heute quasi als „Auftakt“ dieses in mehreren Teilen verfassten Berichtes einstellen möchte, finde ich durch den hellen Himmel im Hintergrund und die weißen Zelte vor dem Dom etwas „seltsam“ anzusehen.
Es zeigt das große Westwerk mit seinen hellen Quadern im alten unteren Turmbereich und dem jüngeren in Backstein ausgeführten „Aufbau“ mit Reiter. Dazu später mehr.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass dieses Foto nicht weiter (außer in der Größe) bearbeitet wurde.



Quelle: frank


Demnächst je nach „Bearbeitungsstand“ werden weitere Infos und Bilder folgen.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von frank: 19.01.2016 02:38.

18.01.2016 03:07 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Kirchen Dom zu Havelberg (BUGA 2015) – Teil 2 – Blick vom Skyliner Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Ich hoffe, dass ich Euch mit dem einen Foto den Dom zu Havelberg etwas „schmackhaft“ gemacht habe und einige schon auf die „Fortsetzung“ warten.
Heute möchte ich beginnen mit dem BUGA-City-Skyliner, der während der BUGA 2015 öfter den Standort wechselte, um letztendlich in der Hansestadt Havelberg stehen zu dürfen. Der Anblick vom Parkplatz gleich daneben Richtung Spitze dieses immerhin 72 Meter hohen Gerätes (Kabinenhöhe) war schon ein einmaliges Erlebnis. Das war es auch an der Kasse. Hoch und runter dazu mit 360 Grad Rundblick über die wunderschöne Havelregion und die Stadt Havelberg, die Dir quasi zu Füßen lag, jedenfalls schien es von dort oben, nachdem man also die 6 Euro bezahlt hatte. Einmal in „Augenhöhe“ mit dem Dom war wirklich ein so schnell (wenn überhaupt) nicht wiederkehrendes Ereignis. Er war nur recht weit weg der Dom. Zwischen Skyliner und Dom lagen noch die Havel und die Altstadtinsel mit der St. Laurentius Kirche, zu der ich später etwas ausführlicher werde.
Ute, ich denke für Dich wäre das nichts gewesen. Nicht nur die Höhe, sondern auch die langsame rotierende Bewegung der gläsernen „Gondel“ (Kabine) ist nicht für jeden „gemacht“. Dafür stelle ich die Fotos ein, damit auch Du diesen einmaligen Blick auf die Altstadt und den Dom genießen kannst.



Quelle: frank


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Das war eines der Höhepunkte des Tages in der Hansestadt. Andere werden noch folgen.

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19.01.2016 02:40 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Text Havelberg Teil 3 - Die Hospitalkapelle St. Spiritus Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Auf dem Weg vom Parkplatz mit dem BUGA-City-Skyliner zum Havelberger Dom muss man, wenn der Weg nicht noch weiter sein soll, über die Insel durch die Altstadt. Da kommt man "zwangsläufig" an historischen Gebäuden vorbei, an denen man nicht einfach vorbei gehen kann, ich jedenfalls nicht!
Ein gut erhaltenes Beispiel für mittelalterliche Bebauung auf der sogenannten Stadtinsel ist die ehemalige Hospitalkapelle St. Spititus, die auch als Beguinenhaus bekannt ist.
Die Lage der Kapelle wurde im Mittelalter so gewählt, dass sie direkt hinter dem Sandauer Tor, eines der beiden Stadttore, durch denen man die Altstadtinsel betreten konnte, auf dem Salzmarkt errichtet wurde.

Zur Lage möchte ich gleich ein Foto einfügen, das ich vom Skyliner aus gemacht habe. Um das Gebäude besser zu finden, habe ich es freihändisch eingerahmt.



Quelle: frank


Noch kurz zur Geschichte des rechteckigen Backsteinbaus mit den hohen gotischen Fenstern.
Die Kapelle aus dem 14. Jh. bekam 1390 von dem reichen Bürger Thidericus Kirmer einen Altar gestiftet.
Zur Zeit der Reformation wurde aus der Kapelle ein Beguinenhaus (auch Beginenhaus) und dementsprechend umgebaut. Die damaligen Bewohnerinnen waren zur Krankenpflege und Leichenbettung verpflichtet.
1627 überstand das Gebäude mit seinen massiven Mauern unbeschadet.
1841 wurde das Gebäude als baufällig eingestuft. Trotzdem wurde im Haus 1852 die Bleiverglasung der Stubenfenster repariert und 1855 eine neue Treppe eingebaut. Vier Jahre später erneuerte man die Dielung.
Die letzten Bewohnerinnen zogen 1952 aus. Ab 1960 nutzte man die Räume als Büros. Nach der politischen Wende zog 1993 das Fremdenverkehrsamt und nach 2000 der NABU hier ein.
Mehrere Umbauten lassen das Haus nur vom Salzmarkt aus noch wie einen Kirchenbau aussehen, wie die Bilder zeigen.



Quelle: frank


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Über dem Eingang wurde ein Sandsteinrelief (um 1400) angebracht, das die Geißelung und Kreuzigung Jesu Christi zeigt.



Quelle: frank


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Innen sind natürlich viele Umbauten erkennbar. Ach ja, normalerweise konnte man das Gebäude nicht besichtigen, es sei denn, man stattete dem NABU einen Besuch ab. Die Mitarbeiter sind (leider) gerade an meinem Besuchstag umgezogen, deshalb auch das parkende Auto vor dem Eingang. Ich durfte einen Blick hinein "werfen".
Der große Kapellenraum wurde in zwei Etagen aufgeteilt, also eine Zwischendecke eingezogen und mehrere Räume eingerichtet.
Es ist überliefert, dass das Erdgeschoß eine große beheizbare Stube hatte und das Treppenhaus gleichzeitig als Küche genutzt wurde.
Im oberen Stockwerk waren drei beheizbare Stuben. Dieses Stockwerk habe ich nicht besichtigt, dafür das Erdgeschoß ausgiebig. Dazu noch einige Fotos.



Quelle: frank


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Das letzte Foto zeigt nochmal den Skyliner, diesmal mit der Kabine (Gondel) ganz oben über dem Dach von St. Spiritus.



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Weiter Richtung Dom führt der Weg an einer achteckigen Kapelle vorbei, die ich nicht einfach links liegen lassen möchte (kann). Dazu aber erst später mehr.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von frank: 20.01.2016 14:46.

20.01.2016 14:42 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Havelberg Teil 4 - Die Hospitalkapelle St. Anna Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Wenn man weiß, wo man suchen muss, findet man fast alles. So auch hier in der Hansestadt Havelberg. Ich hatte eine Kopie des Stadtplanes dabei und die Markierungen halfen mir, auch die kleine achteckige Kapelle vom BUGA-City-Skyliner aus finden.
Dazu gleich ein Foto.



Quelle: frank


Die kleine Hospitalkapelle aus dem 15. Jh., die heute zu den wenigen noch vorhandenen mittelalterlichen Zentralbauten der alten Mark Brandenburg zählt, gehörte zu einem heute nicht mehr existenten Hospital (St. Gertraut und St. Annen). Hier wurden auch Pilger gepflegt, die unterwegs waren zum "Heiligen Blut" von Wilsnack. Gemeint ist damit die Wunderblutkirche St. Nikolai im heutigen Bad Wilsnack (Prignitz), die, nachdem sie 1383 durch den Ritter Heinrich von Bülow (genannt Grotekop), ein Vorfahr von „Loriot“ (kurz Vicco von Bülow), niedergebrannt wurde, ab 1384 durch Einnahmen aus dem ersten Ablassbrief Papst Urban VI. wiederaufgebaut. Diesen Brand überstanden drei Hostien unversehrt, die Auslöser waren für eine Pilgerwanderung nach Wilsnack über 170 Jahre lang. Beendet wurde der ganze „Spuk“ 1552 durch den damaligen (ersten) evangelischen Pfarrer von Wilsnack, Joachim Elleefeld, der die Wunderbluthostien verbrannte.
Noch kurz zum Ablass. Einige kennen das sicher, für jede Meile auf dem Weg zur Wallfahrtskirche gab es einen Tag Ablass, eine Art „mittelalterlicher miles & more“! Für eine Umrundung sogar 42 Tage Ablass.
Wer möchte kann heute wieder auf dem alten Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack wandern. Organisiert wird das durch ein Förderverein, der sich für den Erhalt der Kirche einsetzt.

Wem der Name Bad Wilsnack bekannt vorkommt, der kennt sicher auch die bischöfliche Plattenburg. Bei Interesse einfach den Bericht vom 15.06.2011 hier bei wehrbauten zur Plattenburg lesen und die vielen Bilder durchsehen.

Von Havelberg bis Bad Wilsnack sind es auf heutigen Straßen ca. 20 km, für die man mit dem Auto keine halbe Stunde braucht. Damals sah es noch etwas anders aus, keine festen Wege und zu Fuß je nach Kondition, Schuhwerk und Gepäck war man gut 1-2 Tage unterwegs. Für den ganzen Pilgerweg natürlich viel länger.
Auch diese Lage war günstig gewählt, da nebenan das zweite Stadtinseltor stand, das sogenannte Steintor am Hohlweg zur Steintorbrücke. Dieses Hospital befand sich aber nicht wie das bereits vorgestellte St. Spititus innerhalb der Altstadt auf der Insel, sondern außerhalb.
Jede der acht Seiten besitzt ein Flachbogenfenster mit rechts und links angeordneten Rund- und Flachbogenblenden.
Auf den Fotos kann man noch eines von einst zwei Portalen sehen, das andere auf der Rückseite wurde zugemauert, blieb aber erkennbar.
Erstaunlich, aber leider nicht zu besichtigen, ist noch der gezimmerte originale Dachstuhl unter dem achteckigen steilen Zeltdach mit Tonziegeln. Leider kann ich Euch auch nicht die flache Holzdecke im Inneren zeigen, die erst 1907 mit einem Sterngewölbemuster (aufgenagelten Leisten) versehen wurde.
Der Ziegelfußboden und die Eingangstür sowie die Rautenverglasung der Fenster stammen ebenfalls aus dieser Zeit.
Ein steinerner Altartisch soll in Richtung Osten stehen.
Die Nutzung in den vergangenen Jahrhunderten war sehr unterschiedlich, so als Gotteshaus, für Trauerfeiern, Abstellraum für die Leichengräbergeräte oder Leichenhalle, auch als Holzlager eines Tischlers musste die kleine Kapelle herhalten.
Seit 1995 kann man sich in dem kleinen frisch instandgesetzten kleinen "malerischen Backsteinkirchlein" trauen lassen.
Noch kurz einige Worte zu dem auf den kommenden Bildern sichtbaren steinernen Wegekreuz. Dieses Pilgerkreuz ist eine 1932 vom Steinmetz Fritz Krege geschaffene Nachbildung eines mittelalterlichen Wegweisers. Zur Erinnerung an die durch Havelberg nach Wilsnack ziehenden Pilgerscharen soll dieses Kreuz dienen. Es gibt noch ein zweites Wegekreuz, das damals den Pilgern den Weg nach Wilsnack zeigte, das Kleverschusskreuz von 1436 in der Hansestadt Lübeck. Aber das nur als Ergänzung.
Das Blumenkreuz hinter dem Wegekreuz von Havelberg bringt dank der BUGA etwas Farbe ins "Spiel".




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Apropos Farbe, durch die Blumenrabatten von St. Anna den Domberg hinauf war auch so ein Erlebnis. Aber vorher, vor dem Dom ist noch eine weitere Besonderheit zu sehen, der Burggrafenstein. Dazu später.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von frank: 25.01.2016 11:25.

25.01.2016 10:59 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Ritter Havelberg Teil 5 - Der Burggrafenstein Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Der Weg führte mich also weiter von der kleinen Achteckkapelle St. Anna den Domberg hinauf. Die Grünanlagen zur BUGA 2015 waren toll hergerichtet und so machte es eine Freude, langsam durch die Blumenrabatten zu schlendern.
Oben angekommen stand ich direkt vor ihm, dem Burggrafenstein, ein Findling mit einem Bronzerelief und vielen kleineren Findlingen drum herum, in Form eines gewölbten Sockels.



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Ein Denkmal, soll zum Denken und Erinnern anregen. Dieser 1912 errichtete Burggrafenstein soll an den Einzug des Burggrafen Friedrich VI. von Hohenzollern (letzter Burggraf von Nürnberg) in die Mark Brandenburg vor 500 Jahren am 17. Dezember 1415 erinnern.
Von H. Engelhardt ist das Bronzerelief mit dem Burggrafen, der von einem Ritter und einem Bürger aus der Stadt seitlich flankiert wird.



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Hierzulande ist er bekannter als Friedrich I. von Brandenburg (1371-1440), erster Kurfürst von Brandenburg ab 1415 bis zu seinem Tode. Er war es auch, der hier den Raubzügen der Ritterbrüder von Quitzow ein Ende bereitete.

Aus dem Hause der Hohenzollern nahm an der Einweihungsfeier Prinz Eitel Friedrich von Preußen teil. Mit vollem Namen hieß er Wilhelm Eitel Friedrich Christian Karl von Preußen (1883-1942), der auch Generalmajor war. Noch kurz zu dem Namensteil „Eitel“, eine Besonderheit im Hause Hohenzollern. Eitel Friedrich oder gekürzt Eitel-Fritz hieß eigentlich nur „Friedrich ohne Zweitnamen“, wiederspricht sich zwar, da er noch Wilhelm Christian und Karl zum Vornamen hatte.

Damals (1913) sah es rund um den Burggrafenstein so aus.



Quelle: Prignitz-Museum am Dom Havelberg/ frank



Und noch ein abschließendes Foto von heute aus etwa dem gleichen Blickwinkel.



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Die Grünanlagen um den Burggrafenstein wurden erst 1913 fertig und 2014 für die BUGA(2015) denkmalgerecht saniert.
Na dann, auf zum Dom!

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26.01.2016 11:24 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Havelberg Teil 6 – Der Dom von außen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Nach den wenigen Fotos vom Burggrafenstein fällt es mir umso schwerer, aus den über 100 Bildern vom Domäußeren nur 10 tolle Fotos auszuwählen.

Havelberg war schon seit 946/948 Bischofsitz und wurde durch König Otto I. gegründet. Durch den großen Slawenaufstand 983 zerstört und 1150 nach Rückeroberung Bestätigung des Bistums durch König Konrad III. Der romanische Dom wurde 1170 geweiht. Nach einem Brand wurde er von 1279 bis 1330 (Weihe des Hochaltars) gotisch umgebaut, blieb aber im Kern romanisch.
Vom 12. – 14. Jh. wurde südlich an den Dom die Klosteranlage des Prämonstratenser-Chorherren-Stift
angebaut.
Der Dom wurde im Laufe seiner Geschichte mehrmals umgebaut und erweitert. So bekam er erst 1907/1908 eine Ausstockung des Westriegels (Turm) um den neoromanischen Glockengeschoss mit dem Dachreiter, der in der Wetterfahne die Jahreszahl 1656 trägt.
Das erste Foto zeigt den Dom von der anderen Seite der Havel.



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Der Dom mit dem sogenannten Westriegel, ein Turm der 31 Meter hoch, 30 Meter lang, aber nur 6 Meter breit ist und dem schlichten verschlossenen Hauptportal.
Hier kann man von unten nach oben die Baugeschichte „ablesen“.



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Weiter geht es um den Dom herum mit einer Seitenansicht mit Portal und der Rückansicht.



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Das „letzte“ Bild zeigt den doppelten Giebel der Klosteranlage.



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Weder durch das gezeigte Haupt- noch durch das Seitenportal geht es in den Dom. Dafür gibt es einen Eingang in das Prignitzmuseum mit Durchgang zum Dom.
Den Bericht darf ich noch bearbeiten.

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27.01.2016 04:47 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Bronzefiguren zweier Könige vor dem Dom zu Havelberg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Eine kleine „Zeitreise“ möchte ich mit Euch heute machen.
Wir befinden uns in Havelberg auf historischem Boden mit Weltgeschichte mitten im Großen Nordischen Krieg (Vorherrschaft im Ostseeraum). Zu einem diplomatischen Treffen mit Friedrich Wilhelm I. von Preußen (Soldatenkönig) hier in der Propstei 1716 schrieb Zar Peter I. von Russland (dem Großen) in sein Tagebuch;

„Hier in Havelberg sind sich ihre Majestäten begegnet und haben die Zeit vom 13. bis 17. November des Jahres 1716 gemeinsam verbracht; hier haben sie ihre Freundschaft bekräftigt und vertrauliche Gespräche miteinander geführt“.

Weiter schrieb er in einem Brief;

„P.S. Der König hat mich großzügig beschenkt: mit einer in Potsdam prachtvoll ausgestatteten Yacht und einem Bernsteinkabinett, das wir uns schon lange gewünscht haben.“

Ja damals ging es los, das hin und her (und dann weg) mit dem Bernsteinzimmer. Eigentlich ging es hier um den Abschluss der Konvention von Havelberg, in dem sich die Bündnispartner ihre gegenseitige Unterstützung gegen das schwedische Reich zusicherten. Das ging wohl ohne Geschenke nicht, war damals so üblich! Was bekam der Preußenkönig vom „großen“ Zaren? Einen Trupp mit 55 Grenadieren, die später als die „Langen Kerls“ und Leibwache des Soldatenkönigs bekannt wurden.


Anlässlich des Treffens der beiden Monarchen wurden diese als Bronzefiguren hier vor dem Dom aufgestellt. Sie entstanden im Ergebnis eines studentischen Wettbewerbes der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale) zum Thema „Bernsteinzimmer und Havelberg“.
Da die Figuren keinen Sockel haben, stehen sie zu ebener Erde und können vom Besucher direkt auf Augenhöhe betrachtet werden. Naja beim Peter musst Du schon mindestens 1,80 Meter groß sein!
Sehr begeistert schau der aber nicht, oder?



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Noch ein wichtiges Detail. Beide Figuren wurden als „Postkartenautomat“ entworfen. Wer wollte, konnte ein 2-Euro-Stück nehmen und es in den Schlitz oben in dem Orden (an der Brust) einwerfen. Dann brauchte man nur noch an der Jackentasche ziehen und aus der Öffnung am Bauch eine Postkarte (drei verschiedene Motive) entnehmen.



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Zu Füßen der beiden Monarchen waren noch in „Bernsteinoptik“ die Himmelsrichtungen mit zwei fliegenden Engeln und „Deinen“ 2 Euro abgebildet.




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Jede Reise geht einmal zu Ende, auch unsere Zeitreise ins Jahr 1716. Aber nun weiter in den Dom von heute.
Euch noch viel Spass!!

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Havelberg Teil 7 – Der Dom von innen – Der Kreuzgang Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Die kurze eingeschobene Zeitreise zu den beiden Monarchen ins Jahr 1716 ist zu Ende, war ganz interessant. Aber nun auf ins Dominnere!
Da wir weder durch das gezeigte Haupt- noch durch das Seitenportal in den Dom gehen können, beide Portale waren verschlossen, benutzen wir dafür den Eingang des Prignitzmuseums mit Durchgang zum Dom (offizieller Eingang während der BUGA).
Es war nicht einfach aber machbar, aus über 300 Fotos für Euch die gleich folgenden herauszusuchen!

Zunächst der Zugang zum Prignitzmuseum in den Kreuzgang.



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Der Kreuzgang des ehemaligen Klosters. Da fühlt man sich ins tiefste Mittelalter zurück versetzt. Fehlt nur noch, dass ein Mönch um die Ecke kommt.



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Nach dem Blick zum Turm mit Reiter gehen wir in den vom Kreuzgang „eingerahmten“ Innenhof.

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Havelberg Teil 7 – Der Dom von innen – Der Innenhof Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Nach dem wir „eine Runde“ durch den Kreuzgang gegangen sind, geht es nun in den mit einem Baum bepflanzten und mit Blumen „geschmückten“ Innenhof. Ein Ort der Ruhe und Stille.



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31.01.2016 19:45 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Havelberg Teil 7 – Der Dom von innen – Das Gebäude Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Nach der Ruhe und Stille im Innenhof, der vom Kreuzgang „eingerahmt“ ist, geht es nun in den Innenraum des Havelberger Doms mit den Gewölben in all seiner schlichten Schönheit.



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Weiter geht es mit der reichhaltigen Ausstattung.

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31.01.2016 19:49 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Havelberg Teil 7 – Der Dom von innen – Die Ausstattung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Der Innenraum des Havelberger Doms Sankt Marien ist mit einigen sehenswerten Objekten ausgestattet.

Die barocke Orgel erbaut 1777 von Gottlieb Scholtze aus Ruppin mit 34 Registern auf 2 Manualen und Pedal.
Unter der Orgel sind viele „Köpfe“ zu sehen, die mit zur „BUGA-Kunst“ gehörten.



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Der Lettner mit seitlichen Chorschranken aus den Anfängen des 15. Jh. zeigen 20 Reliefs und 14 Skulpturen (wenn ich mich nicht verzählt habe) mit Szenen vom Leidensweg Jesus Christi in „äußerst kunstvoll verarbeiteten“ Sandstein, der ursprünglich bemalt war.



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Die eichene Triumphkreuzgruppe vermutlich um 1280 zählt auch mit zu den ältesten Einbauten im Dom.


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Das Chorgestühl aus Eichenholz zwischen 1300 und 1350. Der Zweisitz in der Mitte aus dem Jahre 1430 und davor das Grabmal des Bischofs Johann von Wöpelitz von 1411.
Gestühl und Zweisitz mit „reizvoll geschnitztem Dekor“.




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Der monumentale barocke Hochaltar mit Darstellung des Abendmahls von 1700.



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Die ebenfalls barocke Kanzel von 1693.



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Der Renaissance-Taufstein stammt aus dem Jahre 1588.



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Es gibt zwei Fenster, die Anfang des 20. Jh. mit historisierenden Wappendarstellungen von den Brüdern Alexander und Otto Linnemann aus Frankfurt/Main erschaffen wurden.
Für den Frieden auf unserem Planeten kann man hier eine Kerze an der „Weltkugel“ anzünden.



Quelle: frank


Es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen, wie beispielsweise die drei Sandsteinleuchter mit Figuren um 1300, wenig erhaltene mittelalterliche Deckenmalereien und Fenster mit Glasmalereien aus dem 15. Jh.


Vom Dom möchte ich noch einen kleinen Abstecher machen. Zum Standort des leider bereits abgerissenen Krugtor, eines von ursprünglich drei Toren, die gemeinsam mit einer hohen Mauer den damaligen Dombezirk schützten.

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31.01.2016 19:58 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Das Prignitzmuseum neben dem Havelberger Dom Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Das Krugtor muss doch noch ein wenig warten. Ich möchte schon bei der Reihenfolge meines Besuches bleiben.
Da wir bereits auf dem Domareal (Domfreiheit) sind, ist der Besuch des Prignitzmuseums im ehemaligen Kloster (für mich) ein Muss!
Hier gibt es so viel Information zur Geschichte, wie beispielsweise über wendische Burgen und Dörfer aus der Slawenzeit (600-1200), zu Gotteshäuser für das neue Land (mittelalterlicher Kirchenbau 1150-1500), Städte und Burgen für Bürger und Adel (Ortsgründungen 1150-1300), Pest, Krieg und Kolonisation (Wüstungen und Neusiedlungen 1300-1800), Orate Pro Nobis – Betet für uns (Religiosität in Havelberg bis zur Reformation) sowie mittelalterliche und neuzeitliche Funde aus der Klosteranlage. Natürlich noch vieles mehr, reich bebildert und mit Originalstücken belegt.
Hier kann man auch nach der BUGA hinfahren. Aber nun zu den Fotos.


Hinter diesen Mauern residierten und wohnten einst die Bischöfe von Havelberg.



Quelle: frank


Der Eingangsbereich im Erdgeschoss mit Gewölbe.



Quelle: frank



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Zum eigentlichen Museum geht es eine Etage nach hinauf in den oberen verglasten Kreuzgang.



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Die ehemaligen Räumlichkeiten der Bischöfe heute mit vielen Dingen aus der Geschichte.



Quelle: frank



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Ein sehr schönes Sandsteinrelief (um 1660) aus der Stadtkirche St. Laurentius hier in Havelberg war vermutlich Teil eines Gedächtnisbildes und zeigt die Auferstehung Christi. Es ist leider etwas beschädigt, aber trotzdem gut zu erkennen der auferstandene Christus mit Strahlenkranz und die ihn umgebenen Wolken. Die erstaunten Wächter am Grab wirken erschrocken.
Wenn man sich das Relief so ansieht, kann man sich nur mit viel Fantasie vorstellen, dass es einst farbig gefasst und teilweise vergoldet war.



Quelle: frank


Fasziniert bin ich von dem barocken Taufengel, der so unscheinbar an der Decke des Gewölbes hängt.
Taufengel haben wir in der Mark Brandenburg noch so einige in unseren Dorfkirchen hängen. Solche Engel traten erstmals im 17. Jh. auf und hatten im 18. Jh. ihre größte Verbreitung. Sie wurden an die Kirchendecke gehängt, um Platz zu sparen. Zu Kindstaufen ließ man ihn als Boten Gottes „vom Himmel herunter schweben“.
Dieser hier stammt aus der Kirche in Reckenzin (Westprignitz) und wurde um 1750 aus Linden- und Eichenholz gefertigt. Die Taufschale, die er in den Händen hielt, ging leider verloren.
Vor der Restauration sah er nicht so gut aus.



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Quelle: Prignitzmuseum/ frank


Ein gutes weiteres Beispiel ist im Bericht zur Komturei Lietzen zu sehen. Interessierte können dort nachschauen.

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08.02.2016 11:05 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Kirchen Die Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Havelberg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Die Stadtkirche St. Laurentius in der Insel- und Hansestadt Havelberg hatte ich im Rahmen der BUGA 2015 genauso besucht wie die bereits beschriebene Kirche St. Johannis in Brandenburg an der Havel. In beiden Kirchen war erstmals eine Blütenpracht von bisher noch nie dagewesenem Ausmaß zu sehen. Von Schnitt - über Balkonblumen bis zu kunstvollen Arrangements sowie vielseitigen Dekorationen konnte man bestaunen. Quasi nach dem Motto "vom Kirchenschiff zur Blumenhalle".

Zunächst möchte ich ein Foto der Stadtkirche St. Laurentius, das ich vom BUGA-City-Skyliner aus gemacht habe, einstellen. Sehr schön zu sehen aus der Vogelperspektive die zentrale Lage der Kirche auf der Altstadtinsel.



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Wieder zurück auf „festem Boden“ noch einige Fotos jenseits der Havel.



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Die nächsten Fotos zeigen die Kirche "oben" vom Domberg aus. Es wirkt auf den Betrachter, als würde die Kirche inmitten der Altstadt dem Dom St. Marien „zu Füßen liegen".



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Bevor wir uns der altehrwürdigen Kirche nähern, sie ist übrigens das älteste Gebäude auf der Insel, wie gewohnt einiges zur Geschichte.

- um 1300 (umstritten) entstand ein dreischiffiger Backsteinbau als gotische Hallenkirche

Die dendrochronologische Untersuchung eines Eichenbalkens im Dachstuhl des Altarraumes ergab immerhin ein Datum der Fällung um 1210!

- erste Erwähnung erfolgte 1340 anlässlich der Stiftung von Nebenaltären
- 1459 entstand die Tafel mit Kreuzigungsrelief neben dem Westportal
- 15. Jh. Bau des zweistöckigen Vorbaus mit der alten Türmerwohnung westlich am Kirchturm
- 1627 großer Brand auf der Stadtinsel verschonte fast nur die Kirche
- 1660 bekam der Turm seine weithin sichtbare Haube aus Kupfer (heute Schiefer)
- 17. Jh. entstanden an der Süd- und Nordseite des Chores Anbauten
- 1704 zerstörte ein Blitzschlag den Turmvorbau
- 1750 -1753 Setzungserscheinungen an Süd- und Westseite, Verstärkung der inneren und äußeren Strebepfeiler
- 1752 erneute Zerstörung des Turms, Dach, Orgel und Holzdecken durch Blitzschlag
- bis Ende des 18. Jh. wurde in der Altstadt hinter der Pfarrkirche der "Kirchplatz" als Begräbnisstätte genutzt ( auch „Am kleinen Kirchhof“)
- 1854 erhielt die Kirche nach Blitzschlägen, Bränden und Setzerscheinungen wegen des weichen Baugrundes ihr heutiges Aussehen
- 1895 erste Heizungsanlage ( 8 Gasöfen) in der Kirche, sie wurden 10 Jahre später durch eine Warmluftheizungsanlage ersetzt
- die alten Bronzeglocken gingen leider in den Weltkriegen verloren
- 1956 neue Glocken eingebaut
- 1970 Ausmalung des Kircheninneren
- Dach- und Dachstuhlsanierung von 1985 - 1991
- 1989 Dachdecker entdeckten bei Reparaturarbeiten die relativ gut erhaltene Holzdecke im Dachstuhl des Chorraumes


So, also nähern wir uns der alten Stadtkirche!

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26.02.2016 08:46 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Die Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Havelberg unter Palmen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Wie schon auf den Fotos im Bericht zur Kirche St. Johannis in Brandenburg an der Havel zu sehen, wurden auch um die Stadtpfarrkirche St. Laurentius jede Menge Palmen zur BUGA 2015 aufgestellt.
Teilweise kam ich mir vor wie im „tiefsten Dschungel“.
Das ist kein alltäglicher Anblick, das dreischiffige Langhaus, den Kirchturm und den Chor "unter Palmen" zu sehen. Kommt ja auch nicht allzu oft vor in unseren Breitengraden.
Dazu nun einige Fotos.



Quelle: frank



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Der zweistöckige Vorbau aus dem 15. Jh. mit der alten Türmerwohnung wirkt, als würde er den Turm "stützen".


Quelle: frank



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Rechts neben dem Eingang am Westportal befindet sich eine Votivtafel mit Kreuzigungsrelief, das 1459 entstand. Direkt darüber wurde ein schönes einfach behauenes Sühnekreuz eingemauert.



Quelle: frank



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So noch einige Details im Anschluss.

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12.03.2016 09:32 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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